red reloaded - Der Blog

Am Anfang...

Es war so im jungen Alter von 13 Jahren, da stand eines dieser Brotkästen vor mir, nebst einer Datasette, eingepackt in Weihnachtspapier. Meine Eltern hatten beschlossen, ich solle lieber zuhause spielen anstelle in Geschäften und im Strandzelt einen Coin nach dem anderen in Frogger, Qix und Missile Command zu versenken.

Dies war der Beginn einer langjährigen Freundschaft zum Commodore 64, die irgendwann mit dem Wechsel zur bösen Seite der Macht (Intel PC) endete. Für eine lange Zeit war erst einmal Ruhe...

Neben diversen Emulatoren und SID Playern war der C64 für mich einfach nur noch eine gute Erinnerung. Aber dann stieß ich beim Stöbern in Youtube auf diverse Videos von Usertreffen und die "alte Liebe" brannte fast 30 Jahre später wieder auf.

Auf der Suche nach einer Alternative zum klobigen Floppylauferk 1541, welches ich mir der Vollständigkeit halber trotzdem anschaffte, fand ich neben diversen Lösungen wie dem Ultimate II oder SD2IEC auch viele inetressante Modding-Projekte. Eines davon hatte es mir besonders angetan - der red Phatty!

Eine wunderschöne Kiste, rot lackiert, mit Mini-Lautsprerchern, Drehknöpfen, einem eigenen TFT Bildschirm. Ich beschloss: So ein Ding muss ich in ähnlicher Form auch bauen. 

 

und damit beginnt mein Blog...

 

16. Juni 2015

Inspiriert durch diese Mod entwickelte ich meine eigene Idee zu einem modifizierten C64 und durchstöberte meinen Keller nach passender Elektronik und Bastelkram.

Zum Vorschein kamen u.a. Lötkolben, Multimeter, diverse kleine Zangen, zwei nie genutze Arduino Pro Micro und ein Arduino Uno und eine teildefekte C64 Platine aus 1983. Nicht viel, aber ein Anfang.

Nebenbei bestellte ich erstes Material, z.B: Lochrasterplatinen, fünf Drehencoder (Die gleichen ALPS, die auch im Phatty genutzt werden) und Steckverbinder.

Solange ich auf die Ware warte, mache ich mir Gedanken über das, was der Neue sein und bieten soll.

 

17. Juni 2015

Eines steht für mich sofort fest: Ein mattes Rot und Drehknöpfe sollten auch hier ihren Einsatz finden. Im Gegensatz zum redPhatty sollten es aber passende Drehknöpfe im rot- weißen Design sein. Mit einbisschen Suche finden sich entsprechende Exemplare auf ebay (siehe Links).

Wie auch beim red Phatty entscheide ich mich für das alte C64 Design. Da ich ebenfalls eine weiße Tastatur bevorzuge, fällt die Wahl auf ein entsprechendes C64G Modell von Aldi. Soll heißen: ebay und Flohmärkte nach einem entsprechend gut erhaltenen Exemplar abklappern. Letztendlich möchte ich auch hier die Lüftungsschlitze auf der Oberseite abspachteln und verdecken, später bearbeiten und final rot besprühen, teils mit weißen "Ralleystreifen" versehen.

Ich mache mir weiter Gedanken über das Design. Wie soll der red reloaded aussehen? Zwei kleine Lautsprecher an der linken und rechten Oberseite scheinen die einzig sinnvollen Plätze. Weder die Seite noch andere Postitionen bieten sich wirklich an. Etwas dezenter als beim phatty sollte es aber defintiv sein. Ich mache mir später dazu weitere Gedanken. Fürs erste plane ich mit insgesamt 5 Drehreglern an der Oberseite. Vier davon möchte ich links unterbringen, sie sollen die geplanten Features steuern können. Die Drehencoder sollen zudem auf Klick und Doppelklick reagieren. 

Mittig möchte ich ebenfalls einen kleinen TFT Bildschirm integrieren. Allerdings scheinen mir 4" doch etwas mickrig, so dass ich mit einen 7" Gerät plane. Auf der rechten Seite der erste signifikante Unterschied. Ich halte wenig von Status LEDs an Drehknöpfen. Daher möchte ich einen fünften Drehencoer auf der rechten Seite anbringen und gleich daneben wird ein 1.8" LCD in die Oberseite eingelassen, welches Einstellungen und Status visualisieren kann und durch den/die Drehencoder bedient werden soll. Ich lasse die Gedanken weiter kreisen. CYA

 

20. Juni 2015

Ein paar Tage sind vergangen, ich hatte viel zu tun. Aber die Pläne haben sich weiter konkretisiert. So habe ich mich entschlossen, an der Vorderseite zusätzlich Kofhöhrern einen Anschluss zu bieten. Mittels einem der Drehencoder, will ich zwischen den Audioausgängen dann umschalten können.

Außerdem habe ich mir Gedanken zum technischen Aufbau gemacht. Die Ansteuerung der Drehencoder und des rechten LCDs, sowie der internen Schaltungen soll via Mikrokontroller geschehen. Hier bieten sich natürlcih meine beiden Arduino Micro Pros an. Ich fuchse mich gerade in die Programmierung ein und habe bereits erfolgreich die Drehencoder Auswertung realisiert. Tastendrücke und Werteänderungen werden vom einen Arduino sehr präzise via Interrupt ausgewertet und an den zweiten Arduino via i2c Bus-Protokoll weitergereicht. Dieser sammelt die Daten und ist zukünftig für die Ansteuerung des kleinen LCDs, dem Aufbau des reloaded Menüs und der Schaltung der internen Switches und Expansions zuständig. Vielleicht hätte man das alles auch in einem Arduino realisieren können - aber zum einen werden die Pins knapp und zweitens bezweifle ich, dass die 32KB Speicher je Arduino ausreichen, um alles in einen reinzupacken.

 

21. Juni 2015

Weniger glücklich macht mich der Gedanke an die mittlerweile rund 30 Jahre alten C64 Mainboards. Bisherige Mods setzen fast ausschlielich auf diese, mit all ihrem Charme, aber auch all ihren Unzulänglichkeiten. Hier fällt mir insbesondere die elendige und ineffektive Stromversorgung ein, aber auch der gute alte Modulator mit seiner "überragenden" Bildqualität macht mir irgendwie Angst. Ganz zufällig hat ein gewisser Jens Schönfeldt im ersten Quartal diesen Jahres ein redesigntes C64 Mainbaord auf den Markt geworfen. Es bietet neben einer effektiven 12V Standard-Stromversorgung (der miese Türkeil hat ausgedient) auch noch viele kleine andere Gadgets, die es wirklich interessant für dieses Projekt machen. Da wäre u.a. ein umschaltbares Kernal via Tastatur, ein S-Video Ausgang, ein Audio-Jack auf der Rückseite, Jumper und Pins  um zwischen verschiedenen SIDs,  z.B. umschalten zu können usw.

Ganz großer Nachteil: Das Ding kostet wahnsinnige 160 Euro plus Versand und enthält dann noch nicht einmal einen SID, CPU und PLA Baustein. Aber hey, was solls... Bestelle ich das Ding die Tage eben. So besorge ich mir noch ein Mainboard zum Ausschlachten und Equipment zum ordentlich Auslöten der Bausteine. 

Anderer Nebeneffekt: Ich habe den Namen für mein Projekt gefunden, angelehnt an das zu verwendende Mainboard. 

Projekname ab sofort : red reloaded


05. Juli 2015

Einige Tage sind ins Land gegangen. Es trudeln noch Komponenten und Kleinigkeiten ein, die ich zum Basteln benötge (Löt Utensilien, Kabel, Multimeter usw.). Mittlerweile habe ich aus dem alten 1983er Mainboard die drei Chips ausgelötet (Gott, ich danke Dir für Entlötpumpen mit integriertem Heizteil), sie warten nun auf das reloaded Board. Apropos: Das Bestellen und vor allem Bekommen eines C64 reloaded gleicht einem Glücksspiel. Geschätzt maximal 5 Minuten alle paar Tage wird ein kleines Kontigent zu undefinierten Uhrzeiten freigegeben. Da soll man als Berufstätiger eines abbekommen? Eher nicht. Dann hilft nur schummeln :-) Flugs eine Software installiert, die die Website bei icomp.de überwacht und die Statusänderung per SMS an mich sendet. Gesagt getan, keine 12 Stunden später bimmelt das Handy, ich geh in den Shop und...done! Danke dafür :-) 3 Minuten später waren sie übrigens wieder ausverkauft...OMG


07. Juli

Ich versuche mich gerade am eingetrudelten 1.8" Bildschirm mit 160*128 Pixeln, der via SPI angesteurt wird. Kurz im Netz gestöbert und eine kleine Anleitung auf Youtube gefunden. Das Ding geht auf Anhieb. Tolle Farben, hell und an für sich gut. Aber 1.8" habe ich überschätzt. Sie sind einfach zu klein und die Auflösung könnte doch mehr sein. Meine zweite Wahl fällt auf ein 2.2" Adafruit TFT mit 320*240 Pixeln. Gut und gerne das Doppelte an Auflösung des 1.8" Displays und nur unwesentlich größer. Gleich bestellt, mal sehen wann es kommt. Aber das Wissen, dass die Dinger ziemlich einfach anzusteuern sind erleichtert mich. Da die Auflösung des neuen Displays in etwa dem entspricht, die der C64 generieren kann kommt mir die Idee, die Oberfläche mit dem originalen C64 Font zu gestalten und unten eine zusätzliche Statusleiste einzublenden. Das Gesamtbild wäre optisch gesehen ziemlich rund wie ich finde. Gute Idee, notiert!

 

11. Juli 2015

Das c64 reloaded ist da, yeahhh!!! Chips eingestöpselt, ein 12V/2A DC Netzteil meiner externen Festplatte geschnappt, eingeschaltet und LÄUFT! Top Bild via S-Video, ich bin extrem begeistert. Ich habe mir nochmal Gedanken gemacht über die Funktionsvielfalt des red reloaded und komme zu folgenden bisher feststehenden Punkten:

 

Was kommt:

- Rotes Gehäuse, weiße Streifen, Drehknöpfe ebenfalls im rot/weißen Design

- C64 reloaded Mainboard als Grundlage für das gesamte Projekt.

- 5 Drehencoder, davon vier Links und einer rechts des mittigen LCDs. 

- Mittig das große 7" LCD Display, schrägstehend, um den C64 vom TV unabhängig zu machen.

- An Oberseite ganz links und ganz rechts Stereolautsprecher im Gehäuse eingelassen.

- Intergriertes SD2IEC Evo Drive um Software bequem von SD Karte laden zu können.

- Integriertes Stereo SID in doppelter Ausführung für 8561 UND 8580 jew. in Stereo/Mono.

- Drehencoder mit folgenden Aufgaben: SID Umschaltung, SD2IEC Steuerung, Audioausgang steuern, Lautsärke steuern, 2.2" Display bedienen und mit Informationen füttern

- Zum Umschalten bestimmter Funktionen in denen kein Reset ausreicht: Nutzung eines per Arduino gesteuerten Relais um den red reloaded Mikrokontroller-gesteuert aus- und einschalten zu können :-) Netter Gag, die Idee gefällt mir :-)


Was ich verworfen und geschoben habe:

- Audiosektion mit analoger Röhre... ist einfach Blödsinn, denn die frisst einfach zuviel Energie und gibt zuviel Abwärme ab. Derzeit nicht machbar und nur für einen Blickfang imho Quark.

- Ebenfalls eine Art EQ mit dem ich die Audioausgabe steuern kann. Der gedanke ist mir noch zu vage, wird evtl. nachgereicht.

- Kleinen Joystick ins Gehäuse montieren, inkl. Feuerbuttons. Zum einen für Peripheriefreies Zocken und zu anderen für Spiele auf dem 2.2" Mini-Display?! Kommt evtl. auch. Muss sich aber ins Design einfügen und nicht wie rangeflanscht aussehen.

- Vom C64 unabhängiger, mp3 und SID/MOD-Player, der die Daten direkt von SD ließt. Kommt bestimmt, nur eben nicht gleich.

- Spinnereien für die Zukunft was das kleine Display betrifft, z.B. C64 BBSe ansteuern, kleine Minispiele, Audio Meter usw. usw. usw. 

 

Leider fehlt mir immer noch ein passendes Gehäuse mit entsprechend weißer Tastatur. Wäre dieses da, könnte ich bereits an Gehäuseboden Montage, Verkabelung und Fräsen arbeiten. Mal sehen was ich die Tage ergattern kann. Die ollen Lautsprecher fehlen ebenfalls noch. Ich muss nochmal die örtlichen Flohmärkte abklappern. 

 

12. Juli 2015

Wie es aussieht, habe ich heute über Kleinanzeigen einen defekten C64G gefunden. Der Zustand ist wohl sehr gut. Und wo ich so surfe, finde ich auch noch passende Lautsprecher, die ich verwenden kann (zumindest das obere Drittel). Den C64 hole ich morgen ab, die Lautsprecher sind bestellt. Wow... Jetzt geht es Schlag auf Schlag - und mein Portmonaie wird leerer und leerer...

 

13. Juli 2015

Heute den C64 in einer Übergabeaktion am Bahnhof Zoo entgegengenommen. Ich wohne zwar bei Berlin, aber in Berlin... nein, danke. Der Zoo ist ja immer noch oder schon wieder (weiß ich jetzt nicht so recht) ein gruseliger Ort, mit ebenso gruseligen und angsteinflößenden Gestalten. Meine Güte...

Der C64 sieht leider auch weitaus gruseliger aus als auf dem Foto auf ebay Kleinanzeigen. Ich konnte im Schummerlicht leider nicht alles erblicken. Zuhause wurde das Ausmaß dann deutlich sichtbar. Teils völlig vergilbte Tastatur, das Innenleben eine Katastrophe. Letzteres kratzt nicht, im Gegenteil. Da fiel das Ausschlachten der Platine und deren anschließende Entsorgung nicht schwer. Die Tasten, ja... ich warte sehnsüchtig auf ein paar Tage Sonnenschein (derzeit Fehlanzeige). Dann geht es mit einer Runde selbstgebrannten Retro-Brite an die vergilbten Caps um sie wieder weiß zu bekommen. Daumen drücken.

 

14. Juli 2015

Immer noch Regen, alles grau in grau. Operation Tastenaufheller weiter in der Pipe. Das Gehäuse und die Tastaturbasis konnte ich erfolgreich desinfizieren. Der Reloaded hat seinen Testplatz bereits im Gehäuse gefunden, bis es dann umlackiert wird. Heute kamen auch die beiden Mini Lautpsrecher von Tchibo. Schick sind sie, klein sind sie, die Oberseite ist bereits in weiß und leider... sind sie auch völlig schraubenlos... Ich hab noch null Ahnung wie ich die aufbekommen soll. Kümmere ich mich morgen drum, heute war der Tag voller anderer Termine. So long...

15. Juli 2015

Zwischen Tür und Angel... heute scheint endlich die Sonne. Die Tastenkappen liegen nun im Peroxid Bad und lassen sich UV-bestrahlen. Drücken wir die Daumen. Mit etwas finanziellem Glüc geht heute auch die Bestellung für die letzten Komponenten raus und etwas Extrakram dazu. Auf der Liste: Endlich der SD2IECEvo2, der kleine 4" Bildschirm für die Mitte (aufgrund Platzmangels musste ich vom Gedanken eines 7" Displays Abstand nehmen), ein USB2IEC Adapter um alte Disks auslesen zu können, ein Stufenborher für die Rundausschnitte der Lautsprecher. Thats it. Am Wochenende kanns hoffentlich richtig losgehen. 

Leider wurde das sehnlichst erwartete 2.2" Display auch heute noch nicht geleifert. Schade.

 

Hab mich daran gemacht in ein paar freien Minuten die Tchibo Mini Lautsprecher zu zerlegen. Der erste wurde von unten geöffnet. Leider stellte sich heraus, dass ich genau an der falschen Seite angefangen habe. Somit war es etwas komplizierter als nötig. 

Der Zweite ging schon wesentlich einfacher. Der obere Ring ließ sich mit einem Messer vom Gehäuse schieben, der Rest war Sache eines Schraubendrehers.

 

Eben noch "schnell" die Maße eingetragen (siehe Bleistiftzeichnungen am Supergilb-Gehäuse) und die beiden weißen Lautsprechergitter haben zur Probe gesessen. Mist, ich muss los...

 

P.S. Soeben u.a. das SD2IEC Evo2 bestellt. Mit Glück geht es am WE in die heiße Phase.


21. Juli 2015

Ja, das war wohl nichts mit dem Wochende... 

Es ist bisher keines der letzten Teile angekommen. Außer der 40mm Bohrer. Der SD2IEC wurde vom Versender erst am Montag in die Post gegeben, da angeblich der Online Dienst bei DHL versagte. Am gleichen Tag ging es dann in die Abholbx der DHL, wo es nun am Mitwoch endlich rausgeholt wurde... Was soll ich sagen? Ein perfektes Team: Der arschlahme Versender und die arschlahme Schneckenpost... willkommen in der Bananenrepublik! Die Relais sind auch noch nicht da...

Dann musste ich feststellen, dass das 2.2" Display welches ich verbauen will, defacto nicht mit den 5V meines Micro Pro zurechtkommt (im Gegensatz zur 1.8" Version die ich vorher probiert hatte). Somit war es mit auch verwehrt am WE weiter an der Software zu arbeiten. Derweil warte ich nun auf einen LevelShifter um die 5V auf den Datenleitungen auf 3V runterudrücken. Grummel, sehr unbefriedigend. Wenigstens habe ich das Gehäuse weiter bearbeiten können. Die Bohrungen für die Lautsprecher sind fertig, ein SD Kartenslot ist bereits vorbereitet.

Bisherige Lösungen haben den mittigen TFT immer im Gehäuse versenkt. Meines Erachtens unnötig. Der Blickwinkel ist wesentlich optimaler, wenn es flacher liegt. Daher werde ich nach einer ordentlichen und schön anzusehenden Draufmontage suchen. Eine Idee hierfür habe ich schon. Morgen werde ich noch den Platz für das 2.2" TFT ausarbeiten, was definitiv fummelig wird. 

Mein Zeitplan wird langsam knapp. In gut einem Monat geht es in den Urlaub, bis dahin soll die Kiste eignentlich fertig sein :-(


23. Juli 2015

Postiv:  Das SD2IEC ist endlich da, DHL ist aufgewacht! Einwandfrei. Meine Aussparung am Gehäuse für die SD Card sieht schnieke aus und mit ein wenig "Handwerk" an der Tastaturunterseite passt das SD2IEC Evo auch direkt drunter. 

Negativ: Mein Level Shifter für das 3.3V Display am 5V Arduino ist auch da... und defekt... WTF!

Wegen so einem Teil wieder komplett ausgebremst. Somit kann ich heute wieder nicht an der LCD Ansteuerung arbeiten....

Der Lack für das Gehäuse kommt zudem auch erst Samstag habe ich eben erfahren. Dafür bin ich mit der Aussparung für das kleine LCD fertig. War das ein Gefummel... Auf den Millimeter arbeiten, nur mit Augenmaß und stundenlangem Gekratze mit diversen Skalpellen... ey

 

Eine weitere Entscheidung reift heran: Ich werde die zwei Arduino Micro Pro wohl durch einen Mega 2560 ersetzen. Jaja, ich weiß. Auf den ersten Blick ist das Overkill ohne Ende, zumindest was die Anschlüsse angeht. Aber:  Ich habe festgestellt, dass es eigentlich auch ein Arduino tut, die Abfrage der Drehencoder via Interruptroutine ist nichts was die Kiste ins Schwitzen bringt. Also machts auch einer, man erspart sich zugleich den Datenaustausch via i2c Bus. Allerdings reichen dann die Pins am Arduino nicht mehr aus, blöd. Alternative: Der Mega 2560, kostet 17,- Euro bei Amazon, passt mit seiner Platinenfarbe prima zum reloaded, sitzt wie angegossen und man hat Pins bis zum Abwinken die für alles Mögliche in Zukunft herahalten können (mir schwebt da zum Beispiel u.a. ein Zombiemodus vor, der bei Bedarf die Tastatur des C64 übernimmt und Eingaben tätigt).

Achja, er hat immerhin auch 256KB Speicher, anstatt 32KB der Micros. Damit lässt sich für das mini-LCD eine Menge Fun-Stuff integrieren.

Wie auf den Bildern zu sehen, kommen ins Gehäuse im unteren Bereich neben Mega 2560, SD2IEC auch noch das Relais zum Schalten des Reloaded Mainboards und ganz links vlt. noch eine Realtime Clock unter.


25. Juli 2015

Wochenende. Und trotz des defekten Level Shifters muss es ja weitergehen. Ab gehts´in den Baumarkt und schnell zwei Dosen Rubinrot Satin-matt gekauft. Leider erwies sich der sonnige Tag als trügerisch, so dass es fast nur noch stürmte und ziemlich windig war. Ergebnis: Ein guter Teil der ersten Dose traf nicht das Plastik, sondern wehte davon :-) Ok, so schlimm war es nicht, aber die 400ml gingen tatsächlich für die unetre Hälfte drauf. Es reichte noch knapp, zusätzlich die Innenseite einigermaßen zu lackieren um keine grauen Innenwände durch die Schlitze und Rückseite blitzen zu sehen. Die Trockenzeit hält noch an, auch Acryllack braucht seine Zeit. Aber für eine erste Anprobe (s.re.) reichte es und der SD2IEC sowie das Relais konnten schon montiert werden. Der Arduino und die RTC haben auch schon ihren Platz gefunden, die Löcher sind bereits vorgebohrt.

Morgen geht es dann an die Oberseite. Da wird es dann haarig, da ich zuvor noch etliches zuspachteln und doppelt und dreifach schleifen muss. Dank 600er und 1000er Schleifpapier aus dem Baumarkt dauert sowas dann auch schon mal eine ganze Weile bis es zufriedenstellend aussieht...


01. August 2015

Ohje, ohje... ich komme kaum dazu an meinem Projekt zu arbeiten. Die Kids haben Ferien und da geht Familie mehr vor als zuvor. Daher gibt es derzeit weniger Updates als  im Vorfeld. Aber das heißt ja nicht, dass alles auf Stillstand steht :-)

Nachdem sich der Levelshifter als defekt erwies und damit das 2.2" NoName Display aus China wegfiel, kam vor zwei Tagen das Adafruit 2.2" Display an, ist prinzipiell die Gleiche Soße wie das Billigteil. Mit dem Unterschied das es dreimal so teuer ist, dafür aber locker mit 5V umgehen kann. Funktionstest war erfolgreich, ich habe angefangen endlich am Menüsystem zu tüfteln. Es macht Fortschritte, eine Videopräsentation gibt es aber erst, wenn es so funktioniert wie ich möchte. 

Allerdings hatte ich heute endlich Zeit das Oberteil zu lackieren. Das sollte eigentlich schon Anfang dieser Woche passieren, aber das Wetter hat hier in doppelter Hinsicht einen Strich durch die Rechnung gemacht. Zum einen mit viel Wind und Regen (schlecht um draußen zu lackieren) und zum anderen fing der Lack plötzlich an Kleckse und Tropfen zu produzieren (schlecht fürs Aussehen). Das machte das Lackieren unmöglich. Heute ein neuer Versuch, der auf Anhieb klappte.

Fazit: Der Lack aus der Dose braucht schon eine angenehme Außen- und Innentemperatur um gut zu funktionieren. Man lernt nie aus... Heute montiere ich dann noch die Drehencoder, den Bildschirm und die Lautsprecher.

BTW: Danke an das Lasergecuttete Fensterchen von Lichtmichel aud dem 64er Forum, welches rechts im Foto bereits eingebaut  wurde. Es geht doch nichts über freundliche und helfende Community Mitglieder. Danke an dieser Stelle an ihn, Joern für das Eprom und Harald für die 3D Drucke die ich benötigte! Am Ende des Projekts, werde ich hier eine Extra Seite mit Danksagungen und den dazugehörigen Links integrieren. 

 

02. August 2015

Nur ein kurzer Statusbericht, keine Bilder heute. Sitze im Garten bei sonnigstem Wetter und löte mir einen Wolf :-) Die Prototypen Boards der Drehencoder werden im finalen Status des Zusammenbaus weiterverwendet. Dazu baue ich entsprechende Leisten die in die Prototypen passen und löte die Litze der Flachbandkabel direkt an. So kann man im Falle des Falles alle Komponenten inkl. Kabelstränge schnell austauschen. 

Achja, die halterung des LCD Bildschirms erstrahlt nun auch in Rubinrot. So long!


4. August

NOTHALT!!!

So, mit dem reinen Zusammenbau wäre ich theoretisch nahezu fertig bis auf Feinheiten. Aber leider macht mir jetzt die Hardware einen Strich durch die Rechnung. Entweder ist es das reloaded Board oder der SD2iec evo2. Jedenfalls harmonieren beide in meienr Zusammenstellung nicht miteinander. In Foren lese ich zudem über Probleme mit anderen sd2iec Boards. Das ist aber nicht die Regel. Diverse reoaded wiederum arbeiten mit 2d2evo problemlos zusammen. Im Endeffekt ist es so, dass ich keine SD Karte lesen kann, ich habe mehrere ausprobiert, alles durchgemessen, doppelt und deifach gecheckt. Am Ende steht, egal bei welcher ID immer "Device not present error" auf dem Bildschirm...

Solange sich nicht klären lässt wo das eigentliche Problem liegt, werde ich mit dem Projekt stoppen! Jede weitere Arbeit und Entwicklung des Sofftware usw. macht nur Sinn, wenn die zwei essentiellen Komponenten (Mainbaord und sd2iec) problemlos zusammenarbeiten können. Das ist derzeit nicht der Fall. Ich werde nun erstmal in ein paar Tagen entspannen und mich dann anderen Dingen widmen. Sobald sich etwas klärt, werde ich es hier posten. Andernfalls kann es bis zu einem neuen Eintrag eine ganze Weile dauern befürchte ich. In dem Sinne hat das Projekt nun einen NOTHALT vollzogen!

 

30. August

Ein Lebenszeichen! Ziemlich aprubt habe ich am 4. August (s.o.) das Projekt ein wenig eingefroren. Kurz zur Erklärung: Das SD2IEC machte Zicken und wollte nicht funktionieren. Ich habe das Problem dann letztlich gelöst, bin aber danach gleich in den Urlaub gefahren. Der Blog blieb leider auf dem "alten" Stand. Ich gebe hiermit Entwarnung: Das Projekt geht weiter und ich arbeite dran. Da ich mich aber nun erstmal familen- und arbeitstechnisch sortieren muss, dauert es noch ein paar Tage bis ich update. Nocheinmal zum sd2iec: Leider enthielt die vorliegende Anleitung zu dem Teil zwei unetrschiedliche Zeichnungen, die jeweils einmal die korrekte und einmal eine falsche Belegung der Datenleitung auf dem IEC Bus beschrieb. Da ich mich mit der Materie relativ schlecht auskenne, habe ich natürlich unwissend zum falschen Diagramm "gegriffen". Mithilfe der Forum64 Community und auch dem Hersteller des sd2iec evo2 konnte ich das Problem schon am 5. August beheben. 

Was das Projekt selbst angeht, so habe ich vor noch einmal einen großen Teil der Verkabelung neu zu verlegen. Der Hintergrund ist, dass die bisherige Lösung nicht meinem Emfpinden von sauberer Arbeit entspricht. Erst danach wird am eigentlich Funktionsumfang des Systems weiter gearbeitet. Ich melde mich!

 

BAUSTOPP!!!

Lieber BLOG-Besucher. Manchmal läuft es anders als geplant. Obwohl die o.g. Probleme ja behoben sind, komme ich derzeit nicht mehr dazu dem Projekt meine Aufmerksamkeit zu widmen. 

Nein, es ist nicht gestorben, es liegt nur auf Eis. Wie lange? Keine Ahnung! Aber es wurde soviel Arbeit und Hirnschmalz schon hineingesetzt (vom Geld mal ganz abgesehen), dass ich es nicht einfach "sterben" lasse!

Tatsache ist, ich bin aufgrund einer beruflichen Neuausrichtung wieder in einem Studium. Die ersten zwei Semester konnte ich gut unetrbringen, so dass dem Projekt nichts im Wege stand. Mittlerweile kristalisiert sich aber heraus, dass spätestens mit meinem 3. Semester die Schule unheimlich viel Arbeitseinsatz erfordert. Ganz nebenbei ist da dann auch noch eine Familie. Unter dem Strich beleiben in der Woche nicht mehr genügend Stunden übrig, um dieses Projekt sinnvoll zu betreiben. 

Meine Arbeitsmaterialien sowie der halbfertige Mod bleiben dort wo sie sind, werden gelegentlich angeschaut, Ideen weiter entwickelt und vielleicht mal das eine oder andere Kabel verlegt. Jedoch ist absolut keine Zeit mehr für die Programmierung des Mikrokontrollers. Der Blog geht weiter, irgendwann. Wenn dem so ist, findet ihr in den entsprechenden Foren auch wieder einen Link in meiner Signatur. 

Bis dahin, danke für Euer Verständnis. 

 

Gruß

TheHassle

 

redreloaded alive!

(ein bisschen...)

Juni 2016

Man mag es kaum glauben: Trotz andauerndem Stress im Studium gibt es ein kleines Lebenszeichen! Ich habe mich in der wenigen Freizeit einmal an das alte Projekt gesetzt und ein bisschen Brainstorming betrieben. Zudem habe ich ein paar Fotschritte beim Zusammenbau gemacht.

Es sind ja nun schon ein paar Monate her und es hat sich auf dem Markt so einiges getan. Nicht zuletzt hatte ich die eine oder andere Minute in der ich über mein Projekt nachdenken konnte.

Sterben lassen will und wollte ich es nicht, dass war von vornherein ja klar.

Ich habe, wie gesagt, ein paar Gedanken kreisen lassen und bin zu folgenden Ergebnissen gekommen bzw. habe folgendes schon umgesetzt (*):

 

-* Ein C64 mit einem reloaded Board ist nett aber eben kein C64 mehr

-* Das reloaded-Board wird verkauft und durch echtes Retro ersetzt, yeahhh!

-* In diesem Falle ein ASSY 250469 Rev. 4

-* Die geplante Stromversorgung mit einem modernen Netzteil wird daher über Bord geworfen

- Ich bin auf der Suche nach einem orig. C128 Nezteil, welches alle Komponenten versorgt

-* Die Arduino Boards haben neben Steueraufgaben zuwenig Power für meine (neuen) Ideen

-* Die da wären: Emustation und original C64 Mode in einem Gerät

-* Daher Einbau eines Raspi3 mit WLAN und Bluetooth, danach:

- Python lernen!

- i2c steuerbare Stereo Verstärker Schaltung (TPA2016D2) wird implementiert

- Die gesamte Steuerung der Drehencoder wird neu implementiert

-* Ein etwas größerer Bildschirm mit VGA und S-Video IN (nach MOD) wird angebracht

-* Die Wahl ist gefallen: Ich habe einen StereoINsid aus Berlin bestellt (und warte)

- Ein Keyman64 wird dem System in naher Zukunft hinzugefügt

- viele andere Ideen, z.B. Steuerung der Joystickports über einen Dualshock via Bluetooth

 

Der Rest bleibt wie er ist. Eine per i2c steuerbare Verstärkerschaltung sorgt für satten Sound. Sie kann bietet neben einer intelligenten (abschaltbaren)  Lautstärkeregelung ein paar ungewöhnliche Features um den Sound zu manipulieren - und eine umfangreiche Dual-SID Lösung wird implementiert (sowie StereoINsid per Post aus Berlin eintrudelt). Ich habe einige Bauteile bereits eingebaut, angebracht und neu verkabelt, sowie neue bestellt (neue Levelshifter, 5VDC nach 12VDC Schaltung für LCD usw.)

 

Die kommenden Tage werde ich das System vervollständigen und dann beginnen, den Mini-LCD oben rechts erneut zum Leben zu erwecken. Mittels des RasPI und ein bisschen Python ist das theoretisch recht schnell erledigt. Allerdings muss ich mich in die Programmiersprache noch vertiefen, was wiederum eine Weile dauern kann.

 

to be continued...

 

5. Juni 2016

Hatte heute wenig Zeit. Aber immerhin ein paar Minuten um den mini-LCD zu verdrahten und die nötigen Libraries zu installieren. Ein kurzer Test mit den Example-Scripts war auf Anhieb erfolgreich. 

Mehr wird die kommenden Tage auch nicht passieren, da mich das Studium gute zwei Wochen umfangreich in Beschlag nehmen wird. Danach muss ich mich dann intensiv in Python vertiefen.

Die Verstärkerschaltung muss warten, bis der StereoINsid da ist. Die interne Stromversorgung wartet noch auf ein C128 Netzteil (hab eines in ebay gefunden und bestellt - dazu ein paar moderne 7-Pin-Steckverbinder und einen 5v->12v upconverter mit Spannungsanzeige für das Display, den ich direkt in das Netzteil einbauen werde). Achja, die Sache mit den Drehencodern treibt mich auch noch herum. Da muss ich mal nach entsprechenden Beispielscripts umschau halten.

 

10.Juni 2016

Kleines Update: Die alten Drehencoder fliegen raus, ich habe vier neue, handlichere bestellt. Die sind per Post unterwegs, genauso wie das C128 Netzteil und ein Reprom64 als 4fach Kernel-Umschalter (S-Jiffy, Exos, Beast und original V3 im redreloaded Farbton umgepatcht und ohne langwierigem RAM-Test).  Nabenebei ein Danke an Henning Bekel für die schnelle und unkomplizierte Hilfe.

Nächster Schritt wird dann sein, entgegen ersten Überlegungen, das C128 Netzteil umzubauen, zu lackieren und dann die Stromversorgung im System vorzunehmen. Diese drei separaten Stromversorgungen gehen mir gerade gehörig auf den Keks ^^

Der C64 wird dann vom GPIO des RasPI mit einem 3V Levelshifter an einem 5V Relais-Block schön meschanisch an- und ausgeschaltet. Somit bootet erst der RasPI, initialisiert dann alle Displays und die dazugehörige Ausgabe, setzt die Parameter und schaltet zuletzt den C64 mit einem vernehmbaren "Klack" ein...

 

16. Juni 2016

Leider warte ich noch auf diverse Bauteile, wie den STEREOinSID, Keyman64, Reprom64. 

Da ich trotz S-Video auf dem LCD vertikale Streifen im Bild sehe, habe ich zudem einen Lumafix64 aus UK bestellt, der dieses Problem dann löst. Auch auf den warte ich noch mindestens ein paar Tage. 

Jedoch sind das C128 Netzteil sowie die bei Reichelt bestellten Kleinteile angekommen. So habe ich mich heute daran gemacht, das Netzteil mit dem Dremel zu bearbeiten, alles einzupassen und zu lackieren. Ergebnis ist rechts zu begutachten.

Nun heißt es durchtrocknen und morgen wird gelötet und zusammengesetzt.

 

P.S. Konnte nicht warten -> Netzteil fertig! :-)

 

17. Juni 2016

Noch ein kleiner Arbeitseinsatz in vier Wänden. Habe heute noch schnell auf Seiten des C64 die Buchse der Stromversorgung und den Kippschalter ausgelötet (da ist dann später Platz für.... z.B. eine Kophöhrerbuchse Klinke oder was auch immer). Letzter ist erstens unnötig da ich ja jetzt direkt am Netzteil schalten kann und zweitens konnte ich die freien Lötpinkte mit Pins versehen um den Rechner am Ende des Projekts via Relais über den RasPi schalten zu können.  Bis dahin habe ich die Pins kurzerhand gebrückt.

Dann noch schnell ein rotes Kabel mit 7 adern organisiert und alles verlötet. Nochmal durchgemessen, passt, läuft -> siehe rechts.

Nun heißt es warten auf den nächsten Schwung Bauteile und Platinen. Der Kernal-Umschalter kommt vlt. schon nächste Woche.

 

03. Juli 2016

Netterweise hat Jimdo mir die letzten Einträge einfach mal gellöscht, danke dafür!

Zudem macht die Site gerade Probleme beim Einstellen neuer Bilder. Nur soviel:

Der Reprom64 als Kernalumschalter ist die Tage angekommen. Ich habe ihn auch bereits zusammengelötet und eingesteckt. Dazu musste ich erst einmal die zwei ICs aus dem C64 entfernen und durch Sockel ersetzen. Das alles hat auf Anhieb geklappt. Bevor es aber richtig weitergehen kann, bin ich auf die Lieferung des STEREOinSID angewiesen. Leider dauert und dauert es. Das ist halt wie bveim Häuserbau... sobald ein Gewerk bummelt, steht die ganze Baustelle...